11 schöne Dinge, die du am Sonntag im März machen kannst

Und plötzlich war da schon März – der Monat, in dem nicht nur offizieller Frühlingsanfang ist, sondern in dem sich der Frühling oft auch schon von seiner schönsten Seite zeigt. Es ist kein Zufall, dass es im März in München auch viel um Bier geht, schließlich findet jetzt der erste Biergarten-Besuch des Jahres, das Starkbierfest am Nockherberg und das langersehnte Einkehr-Radler in der Sonne auf dem Berg statt. Und falls das Wetter doch nicht so mitspielt, gibt das Münchner Kulturprogramm im März mit echt guten Ausstellung noch mal Gas. Hier sind unsere elf Ideen für euren Sonntag im März!

München

1
Dackel Ausstellung Valentin-Karlstadt-Musäum

© Valentin-Karlstadt-Musäum In die Dackel-Ausstellung ins Valentin-Karlstadt-Musäum gehen

Der Dackel gehört zu München wie der Olympiaturm, die Weißwurst und die Wiesn. Zeit also, dass er mal seine eigene Ausstellung bekommt! Das dachten sich auch das Valentin-Karlstadt-Musäum und Dr. Helmut Bauer, ehemalige Leitung beim Stadtmuseum. Und stellten kurzerhand eine ganz wunderbare Kunst- und Geschichtsausstellung auf die Beine. Seinen Erfolg verdankt der Dackel übrigens der humoristischen Wochenzeitschrift "Fliegende Blätter", die seit 1845 erscheint – die haben immer wieder Karikaturen, in denen ein lustiger Dackel die Hauptrolle spielt. Ja, und dann war der Waldi auch noch Maskottchen der Olympischen Spiele 1972!

  • Valentin-Karlstadt-Musäum
  • Tal 50, 80331 München
  • 28. Februar bis 21.Mai 2019 | Montag, Dienstag & Donnerstag: 11.01–17.29 Uhr, Freitag & Samstag: 11.01–17.59 Uhr, Sonntag: 10.01–17.59 Uhr
  • Erwachsene: 2,99 Euro, Studenten: 1,99 Euro
  • Mehr Info
2

© MUN Bezahlbare drei Gänge beim Simply Sunday im MUN genießen

Vom MUN habt ihr bestimmt schon gehört: Letztes Jahr hat das feine Restaurant in Haidhausen den SZ Gourmet Award gewonnen. Normalerweise isst man hier ein 4- oder 6-Gang-Degustationsmenü, das einen einfach nur umhaut. Das MUN hat nicht nur das feinste Sushi der Stadt, sondern auch Fisch zum Niederknien – der kommt nämlich vom Pariser Fischmarkt. Wer mal reinschnuppern und nicht ganz so viel Geld hier lassen möchte, für den ist der neue Simply Sunday perfekt: Für 55 Euro bekommt ihr drei koreanische und Sushi-Gänge, die wirklich satt machen, plus Aperitif! Wer am Montag nicht allzu früh aufstehen muss, gönnt sich noch die Weinbegleitung dazu.

3
Waldfriedhof

© Rufus46 | Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0 Auf dem wunderschönen Waldfriedhof spazieren gehen

Wenn es einen Preis gäbe für den schönsten Friedhof Münchens, dann würde den mit ziemlicher Sicherheit der Waldfriedhof bekommen. Denn wie der Name schon vermuten lässt, steht man hier wirklich im Wald. Die Gräber sind teilweise schon alt, der Friedhof wurde zwischen 1899 und 1907 erbaut. Auf dem ersten Waldfriedhof Europas fühlt man sich wirklich wie mitten in der Natur – und das auch dank eines Sees, unzähligen Wiesen mit hohen Gräsern und Biotopbereichen. Außerdem ist der Friedhof ein super Tipp zum Bärlauch pflücken im Frühling – denn hier dürfen keine Hunde rein!

4

© Starkbierfest am Nockherberg Salvator trinken auf dem Starkbierfest am Nockherberg

7,9 Prozent. Diese magische Zahl ist keine aktuelle Wahlprognose für die SPD, sondern der Alkoholgehalt des Starkbiers von Paulaner mit dem wunderschönen Namen "Salvator". Es ist sozusagen der Urvater der Paulaner-Biere. Ein Besuch auf dem Starkbierfest ist also kein Sauf-Ausflug, eher ein gelebter Geschichtsunterricht und Münchner Kulturgut in einem. Außerdem ein guter Grund, die Tracht zu entstauben. Prost!

5
Claude & Julien in Haidhausen: Das beste Pain au Choloat der Stadt

© Julia Mielewski Die besten Pains au Chocolat im Claude & Julien mitnehmen

Ihr träumt von Paris im Frühling und Pain au Chocolat in der Sonne? Zumindest können wir euch mit der wahrscheinlich französischsten Bäckerei in München aushelfen: Das Claude & Julien in Haidhausen (Franzosenviertel, natürlich!) macht ganz außergewöhnliche Brioches, Macarons, Croissants und die vielleicht besten Pains au Chocolat der Stadt: blättrig und buttrig und die Schokolade ist noch warm, wenn das Gebäck auf euren Teller oder in die Tüte zum Mitnehmen kommt. Schon seit 13 Jahren lebt Inhaber Claude in München, ein paar Jahre später traf er den Konditormeister Julien aus der Bretagne und gemeinsam beschlossen sie, eine kleine Bäckerei aufzumachen.

6
Yoga

© Unsplash | Raxpixel Sonntags zum Slow Yoga ins neue Kale & Cake gehen

Mit dem Frühling wacht auch der Körper wieder auf – damit ihr euer gutes Körpergefühl schleunigst wieder zurück gewinnt, empfehlen wir euch einen Besuch bei Kale & Cake. Gerade hat sich die stadtweit bekannte Yogalehrerin Sinah Diepold nämlich zusammen mit zwei Freunden, einen lange gehegten Traum erfüllt und im Lehel ihr eigenes Studio aufgemacht. Ein bisschen Grünkohl und Kuchen sind wir doch irgendwie alle. Und genau darum geht es in ihrem neuen Studio: die richtige Balance. Direkt gegenüber der Eisbach-Surfwelle, könnt ihr in dem neueröffneten Studio die ganze Woche über nicht nur Yoga, sondern auch Funktionelles Training und Ballet Barre Fitness machen.

7
Die neue Heimat Architekturmuseum der TU München

© Hamburgisches Architekturarchiv Über die Wohnungen der "Neuen Heimat" lernen im Architekturmusem

München Neuperlach in den 70er Jahren – damals war es noch richtig schick, hier zu wohnen. Denn in der Blüte des Wirschaftwunders baute der nicht-staatliche Wohnungsbaukonzern "Neue Heimat" mehr als 400.000 Wohnungen in Deutschland. Das Motto war "Wohnen für alle" – bis Anfang der 80er Jahre alles aufgrund eines Skandals ein plötzliches Ende hatte. Mit dem Unternehmen endete für Westdeutschland auch eine Epoche. Das Architekturmuseum der TU zeigt Fotos aus dieser Zeit, stellt die 700 Architekten und Stadtplaner vor, die mitgewirkt haben. Warum genau jetzt? Naja, aufgrund unseres Platz- und Wohnungsmangels in München ist die "Neue Heimat" eigentlich aktueller denn je. Übrigens: Am Sonntag könnt ihr euch die Ausstellung für einen Euro angucken!

  • Architekturmuseum der TU München
  • Barer Straße 40, 80333 München
  • 28. Februar bis 19. Mai 2019 | Dienstag – Sonntag: 10.00–18.00 Uhr, Donnerstag: 10.00–20.00 Uhr
  • Regulär 10 Euro, reduziert 7 Euro, sonntags 1 Euro
  • Mehr Info

Umland

8
BOB Ausflugsvergnügen

© Tölzer Land Eine Sonnenrunde von Obergries wandern

Zwischen Tölz und Lenggries kann man  frohgemut aus dem Zug aussteigen und auf eine Tour starten, bei der der Bergname Programm ist. Die Sonntratn ist nur 1096 Meter hoch und die 350 Höhenmeter geht man über offene Wiesenhänge hinauf, die obendrein noch südseitig liegen und somit schon im Frühling schneefrei sind und maximal beschienen werden. Vom Bahnhof läuft man erst einmal nach Grundern und kommt dann an eine Weggabelung, wo man sich entscheiden kann zwischen dem steileren Steg links oder der breiteren Variante rechts. Ein richtiger Gipfel ist die Sonntratn nicht, sie ist eigentlich eine Schulter des Schürfenkopfs – aber schee is!

Anfahrt: Mit der BOB München – Lenggries bis Obergries | ca. 65 Minuten Fahrtzeit

9
Bayerische Seen

© Sophie Wanninger Auf ruhigen Uferwegen um die Osterseen schlendern

Wir fragen uns oft, warum sich bei gutem Wetter alle an die beliebtesten Seen quetschen, wenn das Münchner Umland doch noch so viele andere in petto hat! Beispielsweise die Osterseen, die man mit dem Zug bis Iffeldorf schnell zu Fuß erreicht. Vom Wanderparkplatz Iffeldorf aus startet ein schöner Rundweg, an dem man auf ruhigen Forstwegen entlang der Ufer spaziert. Die Seenplatte, die aus 19 Einzelseen besteht, ist an Idylle kaum zu überbieten und steht unter Naturschutz. Unterwegs kommt man an vielen Aussichtsplätzen vorbei, an denen man fabelhaft picknicken und im Sommer baden kann!

10
Baumwipfelpfad

© Anja Schauberger Die Natur erleben auf dem Baumwipfelpfad im Bayerischen Wald

Mitten im Bayerischen Wald steht der 25 Meter hohe Baumwipfelpfad. Die ersten acht Meter Höhenunterschied legt man einfach über eine Treppe zurück, danach führt ein Holzsteg euch durch den Wald bis ganz nach oben. Hier sollte man Zeit einplanen, auch wenn der Weg gerade einmal 1300 Meter lang ist, denn von oben kann man nicht nur Bäume gucken und Ausblicke genießen, sondern auch Tiere beobachten, die sich überhaupt nicht gestört fühlen. Fast wie auf den Holzbrücken von Monteverde auf Costa Rica – nur, dass man in diesem Reservat von oben Jaguare und Ozelote beobachten kann.

  • Baumwipfelpfad Bayerischer Wald
  • Böhmstraße 43, 94556 Neuschönau
  • Januar bis März, November bis Dezember: 09.30–16.00 Uhr, April & Oktober: bis 18.00 Uhr, Mai bis September: bis 19.00 Uhr
  • Erwachsene: 9 Euro, Kinder: 7 Euro
  • Mehr Info
11
Tegernsee

© Tegernsee Tal Tourismus | Julian Rohn Den kultigen Krustenbraten im Voitlhof zum Zotzn verkosten

Ziemlich versteckt in Rottach-Egern, am Fuße des Wallbergs, findet man das Gasthaus Zotzn. Hier spielt nicht nur das Essen eine große Rolle, sondern auch das Gebäude selbst. Die Familie Bogner hat einen uralten Bergbauernhof vor dem Scheiterhaufen gerettet, ihn Balken für Balken abgebaut und in Rottach-Egern wieder selbst errichtet. In dem Voitlhof ist inzwischen das besondere Wirtshaus mit hochwertigem Essen eingezogen. Abends sollte man hier unbedingt reservieren! Berühmt ist der Krustenbraten, den es in etlichen Varianten gibt. Wer vormittags zuschlagen will, der kann das gegenüber im Café Gäuwagerl, wo man im ruhigen Garten der Kuchenvöllerei frönen kann.

Titelbild: © Unsplash | Clay Banks

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