11 Touristen-Highlights, die man auch als Münchner*in besuchen sollte

Während viele Münchner*innen den Sommerurlaub daheim erst dieses Jahr für sich entdecken, müssen wir sagen: Wir sind die letzten Jahre in den warmen Monaten nie weggefahren, denn der Sommer in München ist schon etwas ganz Besonderes. Damit sich das Ganze aber doch ein wenig nach echtem Urlaub anfühlt, solltet ihr nicht immer an den gleichen Isar-Spots abhängen, sondern eure Stadt vielleicht mal mit unbescholtenen Touristen-Augen sehen.

Denn es gibt unzählige Orte, Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten, die uns zwar irgendwie ständig begegnen, aber in all der Selbstverständlichkeit einfach untergehen. Legt also eure Skepsis gegenüber Touristen-Spots ab und macht euch auf die Allianz Arena, das Hofbräuhaus, das Deutsche Museum und den Olympiapark auf eine ganz neue Weise zu entdecken.

Obacht: Aufgrund von Corona ändern sich die Öffnungszeiten gerade häufig, schaut vorher am besten auf den jeweiligen Websites und Social Media Kanälen nach. Und eh klar: Maske nicht vergessen & Abstand halten. Merci!

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© FC Bayern München AG Die Allianz Arena und den FC Bayern hautnah erleben

Egal, ob wir mit dem Auto vorbei düsen oder beim Ausflug in die Fröttmaninger Heide entlang radeln: Der Blick auf die Allianz Arena ist wirklich immer beeindruckend und wird uns nie fad – vor allem, wenn das Stadion rot erleuchtet ist. Denn obwohl wir nicht die eingefleischtesten Fußballfans sind, fasziniert uns nicht nur die Architektur der Allianz Arena, sondern auch der ganze Mythos FC Bayern. Daher finden wir, dass man das Stadion auch unbedingt mal von innen gesehen haben sollte – und zwar nicht nur als Zuschauer*in bei einem Spiel. Das geht übrigens täglich (außer an Spieltagen) und neben dem Blick in die Arena mit spannenden Hintergrundinformationen von geschulten Guides, beinhaltet das Kombi-Ticket auch den Eintritt ins FC Bayern Museum. Hier könnt ihr auf eine Zeitreise durch die Geschichte des Rekordmeisters gehen – alleine, mit Freund*innen oder der Familie!

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© Deutsches Museum Den ganzen Tag durchs Deutsche Museum streifen und große Augen machen

Fangen wir mal mit den Fakten an, denn wie sonst soll man ein naturwissenschaftliches Museum beschreiben: Nach Ausstellungsfläche ist das Deutsche Museum das größte Wissenschafts- und Technikmuseum der Welt. Und auch wenn wir es uns immer vornehmen, schaffen wir es viel zu selten hierher. Dabei ist ein Besuch jedes Mal ein faszinierendes Erlebnis und nicht bloß etwas, das Touristen und Schulklassen machen sollten. Am besten nehmt ihr euch viiiiiel Zeit, um die vielfältige Ausstellung zu durchforsten, euch von alter und neuer Technik begeistern und einfach mal durch die beeindruckenden Räume treiben zu lassen. Pflichtprogramm dabei: Die Blitzshow bei der ein 300.000 Volt Blitz in die Hochspannungskugel samt Insasse einschlägt und ein Abstecher in den Museumsshop, in dem man mindestens noch mal einen Tag verbringen kann. Besonders gut übrigens im Sommer, weil dann wenig los ist und die Klimaanlage aber bestens funktioniert!

Aktuelle Info:
Zur Zeit müsst ihr für euren Besuch Online-Tickets zu einem festen Buchungsdatum im Vorverkauf erwerben.

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Urlaub in der eigenen Stadt

© jmvotography Eine Zeltdach-Tour machen im Olympiapark

Den Olympiapark legt man natürlich jedem Touristen ans Herz und irgendwie erzählen wir auch gerne stolz davon. Aber so richtig Ahnung über die Geschichte und die Architektur haben wir am Ende doch nicht. Statt Wikipedia-Artikel zu lesen, haben wir die Zeltdachtour übers Olympiastadion für uns entdeckt. Klingt tatsächlich nach dem klischeehaftesten Touri-Ausflug, macht aber ehrlich gesagt verdammt viel Spaß und gibt richtig gute Aus- und Einblicke. Auf der etwa zweistündigen Tour spaziert ihr von Seil und Karabiner gesichert über die abgefahrene Zeltdach-Konstruktion des Stadions und lernt viel über die Entstehung des Parks. Wusstest ihr, dass der Olympiaberg ein Schuttberg ist aus Trümmern des Zweiten Weltkrieges oder wie weit die Pfeiler des Stadion-Daches in den Boden reichen? Na, seht ihr, und das sind nur zwei von vielen Fakten, die es zu erfahren gibt. Ganz besonders schön sind übrigens die abendlichen Sonnenuntergangstouren, die auch immer wieder angeboten werden.

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Hi-Sky München: Das Werksviertel bekommt ein gigantisches Riesenrad

© MAURER Mit dem Riesenrad "Umadum" im Werksviertel fahren

Wir geben es zu: Als wir das erste Mal vom Riesenrad im Werksviertel gehört haben, wussten wir nicht so genau, was wir davon halten sollten. Jetzt ist es aber da und weil sich die meisten Aussichtsmöglichkeiten eher im Stadtzentrum oder mit dem Olympiaturm im Norden befinden, kann man von hier die Stadt mal aus einer ganz anderen Perspektive erleben. Dreißig Minuten dauert die Fahrt mit dem "Umadum" und davor oder danach lohnt sich noch ein Spaziergang durchs neue Werksviertel, in dem sich gefühlt jede Woche etwas Neues tut. Allerwichtigste Info: Geburtstagskinder fahren kostenlos mit dem Riesenrad – also Ausweis nicht vergessen!

  • Werksviertel-Mitte
  • Grafinger Str. 2, 81671 München
  • Dienstag & Mittwoch: 12.00–20.00 Uhr, Donnerstag – Samstag: 14.00–22.00 Uhr, Sonntag: 12.00–20.00 Uhr
  • Erwachsene: 12 Euro, Ermäßigt: 10 Euro, Geburtstagskinder fahren kostenlos!
  • Mehr Info
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Botanischer Garten

© Unsplash | Marcel Heil Durch Gewächshäuser wandern im Botanischen Garten

Der beste Tipp für Frostbeulen: Die Gewächshäuser im Botanischen Garten, denn hier herrscht immer ein angenehm tropisches Klima. Zudem gibt es auf einer Fläche von 4.500 Quadratmetern unendlich viele Pflanzen zu entdecken. Immer wieder finden hier auch Sonderausstellungen statt – zum Beispiel die beliebte Schmetterlingsausstellung, bei der man sich inmitten von freifliegenden Schmetterlingen für Instagram fotografieren lassen kann.

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© Nina Vogl Vom Oldtimer bis zum E-Auto: Die BMW Welt und das BMW Museum besuchen

Man muss kein riesiger Auto-Fan sein, um Freude an einem Besuch in der BMW Welt oder dem BMW Museum zu haben. Während ihr in der BMW Welt vor allem aktuelle Trends begutachten und einen ausgiebiegen Blick in die Zukunft werfen könnt, präsentiert das BMW Museum ganz viel Geschichte. Auf 5000 Quadratmetern könnt ihr die wichtigsten und wertvollsten Automobile, Motorräder und Motoren aus über hundert Jahren BMW Group Historie bestaunen. Außerdem seht ihr einige der BMW Art Cars, die als Einzelstücke von großen Künstler*innen wie Andy Warhol gestaltet wurden. Auch wichtig: Der "Ort der Erinnerung", der sich als neuer Teil der Dauerausstellung mit dem Thema Zwangsarbeit im Unternehmen beschäftigt

  • BMW Museum
  • Am Olympiapark 2, 80809 München
  • BMW Welt: Montag – Samstag: 07.30–24.00 Uhr, Sonntag: 9.00–24.00 Uhr | BMW Museum: Dienstag–Sonntag: 10.00–18.00 Uhr
  • BMW Welt kostenlos | BMW Museum: 10 Euro, ermäßigt 7 Euro
  • Mehr Info
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Schloss Nymphenburg Schöne Spaziergänge

© Unsplash | Stephan Cosma Das Schloss Nymphenburg auch mal von innen bewundern

Durch die weitläufige Parkanlage am Nymphenburger Schloss sind wir hoffentlich schon alle mal spaziert, aber wer von euch hat die heiligen Hallen des Schlosses schon mal von innen gesehen? Also, außer beim Schulausflug in der fünften Klasse natürlich. Das prunkvolle Schloss könnt ihr recht einfach auf eigene Faust durchstreifen. Damit ihr dabei nicht völlig planlos unterwegs sein, schnappt ihr euch am besten einen Audioguide und werft einen Blick in die App des Schloss Nymphenburg.

  • Schloss Nymphenburg
  • Schloß Nymphenburg 1, 80638 München
  • April bis 15. Oktober: täglich 9.00–18.00 Uhr, 16. Oktober bis März: täglich 10.00–16.00 Uhr
  • 1. April–Mitte Oktober: 15 Euro, 13 Euro ermäßigt | Mitte Oktober–31. März: 12 Euro regulär, 10 Euro ermäßigt
  • Mehr Info
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Hofbrauhaus

© High Contrast | gemeinfrei Auf ein paar Bier ins Hofbräuhaus einkehren

Mit Vergnügen München versorgt euch seit 2016 mit Tipps rund um die Stadt. Es hat aber bis ins Jahr 2020 gedauert, bis wir euch doch tatsächlich mal empfehlen, einen Abstecher ins Hofbräuhaus zu machen. Natürlich gibt es noch tausend andere Wirtshäuser, die uns eher einfallen, aber das Hofbräuhaus ist – mal abgesehen von Touristenmassen – trotzdem ein gutes Wirtshaus. Am besten geht man wohl unter der Woche vormittags oder kurz nach der Mittagszeit, lässt sich nieder und beobachtet einerseits die großen Augen der Tourist*innen oder man setzt sich in die Nähe eines Stammtisches, um ein bisschen richtig echte Münchner Wirtshaus-Luft zu schnuppern. Im Hofbräuhaus gibt es nämlich über 100 regelmäßige Stammtische, deren Mitglieder ihre eigenen Krüge in einem der vielen Bierkrugtresore lagern. Lifegoal!

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© Felix Löchner Kultur genießen in der Bayerischen Staatsoper

Die Bayerische Staatsoper gilt heute als eines der renommiertesten Opernhäuser der Welt und bietet fast 350 Opern- und Balletaufführungen im Jahr. Auch die Münchner Opernfestspiele, eines der wichtigsten Musikfestivals weltweit, werden hier seit 1875 veranstaltet. Keine Angst vor den Preisen: Tickets gibt es hier schon ab 7 Euro, wenn du nichts dagegen hast, oben in der Galerie zu sitzen. Dazu dein schönstes Abendkleid und in einer Sommernacht danach noch am Max-Joseph-Platz sitzen. Bestes Angebot: Bei der U30-Aktion gibt es regelmäßig Tickets für gute Plätze für schlanke 10 Euro für alle Besucher unter 30 Jahren!

Aktuelle Info:
Die Spielzeit 2020/21 beginnt am 1. September 2020. Dafür hat die Bayerische Staatsoper ein umfangreiches Hygienekonzept und neue Saalpläne erstellt. Tickets für September gehen am 07. August in den Vorverkauf, Tickets für Oktober und November ab dem 26. August 2020. Ausführliche Infos zu den Tickets, Preiskategorien und Vorstellungen findet ihr in den FAQs des Bayerischen Staatsballetts.

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© Pixabay | RitaE Sich vom Prunk in der Asamkirche erschlagen lassen

So, Freunde. Wie oft seid ihr schon durch die Sendlinger Straße gebummelt und dabei von Geschäft zu Geschäft geschlendert? Hundert Mal? Und wie oft seid ihr vor der Asamkirche stehen geblieben, geschweige denn mal reinspaziert? Nie? So ähnlich geht es uns zumindest und auf der Liste der Touri-Spots, die man sich mal angeschaut haben sollte, ist die Asamkirche nun wirklich leicht abgehakt. Ob einem der übertriebene Prunk und Kitsch des süddeutschen Spätbarocks wirklich gut gefällt, sei mal dahin gestellt. Aber hier gibt es so viele kleine Statuen und Schnörkel, dass man schon eine Weile etwas zum Schauen hat.

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© Unsplash Rehe streicheln im Wildpark Poing

Der Wildpark Poing ist eigentlich mehr ein eigener Wald als ein Park – denn die Umzäunungen merkt man hier wirklich nicht, so weitläufig ist es (570.000 Quadratmeter!). Auf den Wegen zwischen Rehen, Wölfen (eingezäunt!) und grünen Bäumen findet sich immer ein Holzbankerl, auf dem man seine selbstmitgebrachte Brotzeit genießen kann.

Was du hier besonders gut machen kannst: Waldluft schnuppern, Tiere gucken, Tiere streichen.

So kommst du öffentlich hin: Mit der S2 Richtung Markt Schwaben/Erding. Von der Haltestelle Poing läuft man dann circa 20 Minuten die Hauptstrasse entlang, bis die ersten Schilder kommen.

Und so lange dauert's: Eine halbe Stunde S-Bahn-Fahrt plus Fußweg, also circa 50 Minuten.

  • Wildpark Poing
  • Osterfeldweg 20, 85586 Poing
  • Vom 01. April – 01. November: 9.00–17.00 Uhr // Vom 02. November – 31. März: 9.00–16.00 Uhr
  • Erwachsene: 8,50 Euro, Kinder (3–14 Jahre): 5,00 Euro
  • Mehr Info
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