11 schöne Dinge, die ihr am Sonntag im November 2022 machen könnt

Wir finden ja, dass der November nicht genügend Zuneigung bekommt. Dabei hat er eigentlich alles, was einen ziemlich guten Monat ausmacht, oder? Ein paar schöne Tage, an denen man die letzten Sonnenstrahlen im Herbst aufsagen kann und ein paar trübe Tage, an denen man ohne schlechtes Gewissen die Seele baumeln lassen kann.

Bevor der meist stressige Dezember mit seinem Weihnachtsstress startet, genießen wir noch mal die Ruhe am Sonntag im November. Wir gehen wandern in den herbstlichen Bergen, werden kreativ und gestalten unsere eigene Keramik und wärmen uns mit Glühwein oder einem Saunagang auf. Habt es phänomenal diesen November!

Murnauer Moos
© Unsplash | Mario Dobelmann

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Im Murnauer Moos Bergpanorama und die Ruhe am Staffelsee genießen

Das Murnauer Moos südlich von Murnau ist mit 32 Quadratkilometern das größte zusammenhängende Moorgebiet Mitteleuropas. Klingt erstmal nicht besonders malerisch, doch das täuscht! Bei diesem Spaziergang sieht man nicht nur das weite, blaue Land mit dem Bergpanorama im Hintergrund, sondern geht auch auf hölzernen Bohlen quer durch die dicht bewachsene Moorlandschaft, die eher nach Ostsee oder Skandinavien oder vielleicht nach dem Mond aussieht – aber sicher nicht nach Bayern! Will man möglichst viel sehen, bietet es sich an, den kürzesten Rundweg von etwa zwölf Kilometern auf circa achtzehn Kilometer zu verlängern und einen Abstecher an den Staffelsee und durch Murnau zu machen. Dafür biegt man nach etwa acht Kilometern links Richtung See ab. Besonders schön ist dieser Spaziergang im Herbst, wenn die Bäume im Moos rot und gold leuchten.

  • Murnauer Moos Murnauer Moos
  • Anfahrt mit dem Auto: Von München circa 45 Minuten | Anfahrt mit den Öffentlichen: Mit dem Zug vom Hbf nach Murnau in 55 Minuten
© Katharina März

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Den ganzen Tag im Museum verbringen und vielfältige Kunst entdecken

Der Sonntag steht für uns im Zeichen der Kunst. Der einzige Tag in der Woche, an dem man ohne schlechtes Gewissen den ganzen Tag im Museum vertrödeln kann – alles andere hat schließlich eh zu. Außerdem gelten in vielen Museen sonntags die vergünstigten Ticketpreise und ihr könnt Kunst für schlappe 1 Euro gucken. Langweilig wird euch dabei garantiert nicht, aktuell gibt es nämlich unzählige spannende Ausstellungen in München, bei denen sich ein Besuch lohnt. Unser Favorit ist die Ausstellung "Hauptsache.Hüte, Hauben, Hip-Hop-Caps", die vom 20. Oktober 2022 bis zum 30. April 2023 im Bayerischen Nationalmuseum zu sehen ist und tatsächlich Kopfbedeckungen thematisiert. Und wer mehr Lust auf Fotografie hat, schaut bei "Dayanita Singh. Dancing with my Camera" in der Villa Stuck vorbei.

© Katharina März

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Bei Paint your Style wunderschöne Keramik selber machen

Geht es euch auch so, dass ihr manchmal unbedingt gestalterisch arbeiten wollt? Uns auf jeden Fall. Wenn wir uns mal wieder in der kreativen Phase befinden, besuchen wir gern die Keramikwerkstatt Paint your Style. Hier könnt ihr ganz ohne Anmeldung spontan eurem Ideenreichtum verfallen und Keramik bemalen: Von selbst bemalte Tassen, Milchkannen oder Vasen ist alles möglich. Ein Eldorado für kleine und große Keramikmaler*innen in der Maxvorstadt.

© Katharina März

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Im DO&CO Bistro Popcorn-Shrimps und Crispy Avocado probieren

Essen gehen und sich dabei wie im Urlaub fühlen? Das könnt ihr im DO&CO Bistro in der Altstadt. In der entspannten Atmosphäre des schicken Hotel-Bistros könnt ihr euch durch eine herrliche Auswahl an Speisen probieren. Die Vorspeisen laden zum Teilen ein und die Hauptgänge sind so konzipiert, dass ihr euch auch mehrere Gerichte gönnen könnt – wenn der Geldbeutel mitspielt. Also einfach mal mit Hummus & Crispy Avocado, dem butterweichen Focaccia oder den legendären Popcorn-Shrimps starten und euch von den Geschmacksexplosionen überwältigen lassen. Unser Lieblingsgericht war übrigens die feine Nachspeise "Kokosnuss-Suprise", die wirklich eine Überraschung ist.

Boule Pétanque Spielen
© Unsplash | Michał Parzuchowski

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Warm eingepackt die Boulebahn in den Maximiliansanlagen austesten

Auf wundersame Weise werden die Maximiliansanlagen auf der Suche nach schönen Grünflächen immer wieder übersehen. Seltsam, denn eigentlich bieten sie lange Spazierwege, schöne Spielplätze und Blick auf die Isar. Eben alles, was das städtische Outdoor-Herz so begehrt. Und noch mehr, denn seit 2014 gibt es dort sogar eine Boulebahn! Ihr findet sie etwa 100 Meter südlich der Ecke Höchl- und Maria-Theresia-Straße. Ihr müsst zwar etwas suchen, aber es lohnt sich, denn hier könnt ihr dann umso gemütlicher den Nachmittag verbummeln. Packt euch Handschuhe, einen dicken Schal und eine Thermoskanne mit heißem Tee (wahlweise mit Schuss) ein, um den Boule-Spaß winterfest zu machen!

Transit Rooftop Bar
© Lilli Wermuth

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Die letzten Sonnenstrahlen auf dem Transit Rooftop genießen

Sonne bis zur letzten Sekunde und Drinks en masse? Wir können uns am Ende eines Tages nichts Feineres vorstellen. Daher sind wir auch ganz aus dem Häuschen gewesen, als verkündet wurde, dass die Container-Bar im Werksviertel wieder ab November die Weihnachtssaison einläutet. Hier findet ihr viele winterliche Highlights wie gemütlichen Chillout-Oasen, organic Glühwein & Street Food. Ihr könnt euch entspannt nach der Arbeit mit den Kolleg*innen niederlassen und mit Freund*innen einen lässigen Sonntag verbringen. Tipp: Holt euch aus dem Container drunter leckere Paninis und andere Snacks, um den diversen Spaßgetränken eine Grundlage zu bieten.

© Katharina März

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Mit sämtlichen Milchalternativen im Lost Weekend in den Tag starten

Bekannt wurde das Lost Weekend als Münchens erstes komplett veganes Café. Hier dreht sich alles um den veganen Trend und öffnet somit vor allem denen die Türe, die von Unverträglichkeiten geplagt sind. Willkommene Abwechslung findet ihr hier zur altbekannten Sojamilch: Reis-, Mandel- Hanf-, Hafer- aber auch Lupinenmilch werden euch in der Theresienstraße als Alternative angeboten. Alle Snacks und Kuchen auf der Karte basieren auf pflanzlichen Zutaten und sind zu dem, wie nicht anders zu erwarten, vegan.

© SWM | Jorge Royan

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Im Müller'schen Volksbad schwimmen und saunieren

Auch gut: an einem trüben Tag noch einen Abstecher in die Sauna zu machen. Am zentralsten liegt da das Müller'sche Volksbad mit seiner übersichtlichen, aber vollkommen ausreichenden Saunalandschaft. Zwischen 34-Grad-Warmwasserbecken, Freilufthof, Ruheraum, der heißen finnischen Sauna mit 90 Grad sowie dem römisch-irischen Schwitzbad und verschieden temperierten Warm- und Heißlufträumen kommen auch alle Montags-Choleriker endlich runter und schlafen danach garantiert gut ein.

Beachtet: Die Saunen im Müller’schen Volksbad sind trotz der Energiekrise zu den regulären Zeiten geöffnet.

Mein Lieblingsort in München #9: Der Salon Irkutsk in der Maxvorstadt
© Ida Heinzel

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Mit Glühmut in der Hand von noch kälteren Orten träumen im Salon Irkutsk

Der Salon ist auf viele Arten ein schöner Ort: Bei Konzerten geht es wild zu, an anderen Tagen sehr gemütlich. Mit der wechselnden Kunst an den türkisfarbenen Wänden erinnert der Salon mal an das Wohnzimmer einer russischen Oma, dann wieder an den Barwagon im Orientexpress. Wenn man reinkommt, flackert deshalb immer ein bisschen Fernweh auf. So ein Anflug lässt sich dann an der knallroten Bar sitzend am besten in einem Glas Wermut ertränken. Wermut ist noch ein Grund dafür, den Salon zu lieben: Er ist die Spezialität des Hauses und das beste Getränk überhaupt. Süffig, classy und so ungewöhnlich, dass man immer wieder fasziniert davor sitzen bleibt wie ein kleines Kind vor seiner ersten Kugel Eis. Ganz hervorragend sind daher diese News: Wermut gibt es hier auch in einer heißen Wintervariation! Glühmut heißt das und schmeckt herrlich kräuterig, fruchtig und weihnachtlich würzig.

© Valerie Blum

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Kanadafeeling und Walchenseeblick am Hirschhörnlkopf genießen

Hach, der Walchensee ist doch irgendwie ein magischer Ort, an dem uns immer das Herz aufgeht. Doch während die Massen gen Herzogstand pilgern, um den Blick auf den See zu genießen, empfehlen wir euch hier einen Gipfel im Isarwinkel, der weit weniger überlaufen ist. Die Tour auf den Hischhörnlkopf (1514 m) hält sich in Sachen Schwierigkeit und Höhenunterschied in Grenzen, doch die Gipfelschau und der Blick hinab zum Walchensee können mit den berühmten Modebergen locker mithalten. Für eine ausführliche Tourenbeschreibung schaut ihr am besten beim DAV München & Oberland vorbei.

Anfahrt: Bahn bis Lenggries, weiter mit Bus 9595 bis "Post, Jachenau"
Dauer: ca. 3,5 bis 4 Stunden reine Gehzeit
Zielgruppe: Anfänger*innen

Schwarzer Dackel: Die neue Stammbar fürs Westend
© Jana Kreutzer

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Im Schwarzen Dackel über die Shuffleboard-Platte flirten

Der schwarze Dackel ist so ein Ort, da setzt man sich hin und fühlt sich direkt wohl. Egal, ob ganz versteckt im hinteren Teil der Bar, vorne an der Theke oder bei gutem Wetter draußen. Denn dann scheint einem bis zum letzten Strahl die Sonne ins Gesicht und das Westend färbt sich erst gelb, dann orange, dann dunkelrot. Ein ziemlich perfekter Ort zum Flirten also, denn entweder man lernt jemanden an der halbrunden Bar kennen, über die sich grandios Blicke durch den ganzen Raum zuwerfen lassen. Oder man fordert spontan zum Shuffleboard spielen heraus – der oder die Verlierer*in spendiert natürlich die nächste Runde. Der Rest ist dann eh Geschichte.

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