11 schöne Dinge, die du am Sonntag im November 2021 machen kannst

Wir finden ja, dass der November nicht genügend Credit bekommt. Dabei hat er eigentlich alles, was einen ziemlich guten Monat ausmacht! Ein paar schöne Tage, an denen man die letzten Herbstsonnenstrahlen aufsagen kann. Ein paar trübe Tage, an denen man ohne schlechtes Gewissen im Kino, Museum oder bei Hawaiitoast in der Boazn versackt. Und ein Fünkchen Weihnachtsvorfreude, die sich mit dem Aufbau der ersten Christkindlmärkte ankündigt. Bevor der meist stressige Dezember startet, genießen wir nochmal die Ruhe am Sonntag im November. Wir gehen wandern in den herbstlichen Bergen, spielen dick eingepackt Boule und wärmen uns danach mit Ramen, Glühwein oder im Hamam auf. Habt es fein diesen November!

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Murnauer Moos

© Unsplash | Mario Dobelmann Im Murnauer Moos Bergpanorama und die Ruhe am Staffelsee genießen

Das Murnauer Moos südlich von Murnau ist mit 32 Quadratkilometern das größte zusammenhängende Moorgebiet Mitteleuropas. Klingt erstmal nicht besonders malerisch, doch das täuscht! Bei diesem Spaziergang sieht man nicht nur das weite, blaue Land mit dem Bergpanorama im Hintergrund, sondern geht auch auf hölzernen Bohlen quer durch die dicht bewachsene Moorlandschaft, die eher nach Ostsee oder Skandinavien oder vielleicht nach dem Mond aussieht – aber sicher nicht nach Bayern! Will man möglichst viel sehen, bietet es sich an, den kürzesten Rundweg von etwa zwölf Kilometern auf circa achtzehn Kilometer zu verlängern und einen Abstecher an den Staffelsee und durch Murnau zu machen. Dafür biegt man nach etwa acht Kilometern links Richtung See ab. Besonders schön ist dieser Spaziergang im Herbst, wenn die Bäume im Moos rot und gold leuchten.

  • Murnauer Moos
  • Murnauer Moos
  • Anfahrt mit dem Auto: Von München circa 45 Minuten | Anfahrt mit den Öffentlichen: Mit dem Zug vom Hbf nach Murnau in 55 Minuten
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Ausstellung Obdachlosigkeit Architekturmuseum TU

© Fanny Allié | THE GLOWING HOMELESS, GREENPOINT, BROOKLYN, 2011 Den ganzen Tag im Museum verbringen und vielfältige Kunst entdecken

Der Sonntag steht für uns im Zeichen der Kunst. Der einzige Tag in der Woche, an dem man ohne schlechtes Gewissen den ganzen Tag im Museum vertrödeln kann – alles andere hat schließlich eh zu. Außerdem gelten in vielen Museen sonntags die vergünstigten Ticketpreise und ihr könnt Kunst für schlappe 1 Euro gucken. Langweilig wird euch dabei garantiert nicht, aktuell gibt es nämlich unzählige spannende Ausstellungen in München, bei denen sich ein Besuch lohnt. Unser Favorit ist die Ausstellung "Who's Next? Obdachlosigkeit, Architektur und die Stadt", die vom 4. November 2021 bis zum 6. Februar 2022 im Architekturmuseum der TU München zu sehen ist und unter anderem die Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit von Obdachlosen thematisiert. Wer sich mit der deutsch-jüdischen Geschichte auseinandersetzen will, besucht "Im Labyrinth der Zeiten" im Jüdischen Museum. Und wer mehr Lust auf Street Art hat, schaut bei "Ikonen der Urban Art" im MUCA oder im Kunstlabor 2 vorbei.

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© Nina Vogl Bier und Hawaii-Toast zwischen Fototapeten im Johannis Café

Schräg gegenüber von der Kirche, hinter den zugezogenen Vorhängen, ist die Uhr stehen geblieben. Vor Jahrzehnten schon. Blümchentapete, Jagdgeweih und die grüne Stofftischdecke auf jedem Tisch – völlig aus der Zeit gefallen und eine Katastrophe für hippe Städteraugen. Eigentlich. Denn die Einrichtung im Johannis Café schafft in ihrer Komposition ein Ambiente, das es auf dem schmalen Grat zwischen geschmacklos und gemütlich doch deutlich zu letzterem schafft. Auf einer riesigen Fototapete plätschert ein Gebirgsfluss zwischen Tannenbäumen. Dann ist da noch der Olaf in Öl. Richtig, der Wirt, Olaf Schmidt, hat sich ein Gemälde gegönnt, das in seinem Stil an prunkvolle Porträts französischer Könige erinnert. Im Johannis Café geht es gemütlich zu und gesellig. Auf den Tisch kommen Bier, Schinkennudeln und Hawaii-Toast. Hier treffen Filzhut auf Jutebeutel, Schafkopf-Karten auf Smartphones.

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Boule Pétanque Spielen

© Unsplash | Michał Parzuchowski Warm eingepackt die Boulebahn in den Maximiliansanlagen austesten

Auf wundersame Weise werden die Maximiliansanlagen auf der Suche nach schönen Grünflächen immer wieder übersehen. Seltsam, denn eigentlich bieten sie lange Spazierwege, schöne Spielplätze und Blick auf die Isar. Eben alles, was das städtische Outdoor-Herz so begehrt. Und noch mehr, denn seit 2014 gibt es dort sogar eine Boulebahn! Ihr findet sie etwa 100 Meter südlich der Ecke Höchl- und Maria-Theresia-Straße. Ihr müsst zwar etwas suchen, aber es lohnt sich, denn hier könnt ihr dann umso gemütlicher den Nachmittag verbummeln. Packt euch Handschuhe, einen dicken Schal und eine Thermoskanne mit heißem Tee (wahlweise mit Schuss) ein, um den Boule-Spaß winterfest zu machen!

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Clubkino

© Astor Lounge Arri Kino Dem Filmvergnügen in besonderen Münchner Kinos fröhnen

Gute Filme auf einer großen Leinwand sehen und sich in Samtsesseln einflauschen, während der unverkennbare Duft von buttrig-süßem Popcorn in der Luft hängt: Klingt wie Musik in unseren Ohren, nach einer langen Zeit des alleine Serien über den Laptop Streamens. Deshalb fröhnen wir an den Sonntagen im November ausgiebig dem Kinovergnügen! Classy geht das zum Beispiel im Arri Kino, das eine Lounge gewordene Reinkarnation des Filmtheaters ist. Weiche Teppiche, besondere Kinosäle und eine edle Bar, an der man sich stilecht vor dem Film einen Old Fashioned statt ein Liter Cola im Plastikbecher holt. Aber auch das Monopol, Arena, City Kino, Museum Lichtspiele und Studio Isabella können wir euch ans Herz legen. Ihr braucht Entscheidungshilfe bei der Filmauswahl? Wir wollen uns im November auf jeden Fall noch diese Filme anschauen: Walchensee Forever, The French Dispatch, Die Unbeugsamen und die besten Filme vom DOK.fest 2021, die in den City Kinos noch einmal gezeigt werden.

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Usagi Restaurant Japaner München

© Verena Borell Stilsicher Ramen schlürfen im Usagi

Das Usagi in der Thalkirchener Straße hat uns schon zur Eröffnung mit seiner stylisch-lässigen Art überzeugt. In diesem Laden ist eindeutig die Atmosphäre das Besondere. Unter den großen Augen der Manga-Wandbemalungen und Manga-Karten könnt ihr zu fancy Cocktails Furikake-Popcorn snacken, Miso Suppe schlürfen oder euch direkt diverse Starters und Beilagen teilen. Asia-Tapas sozusagen.

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© Märchenbazar Den ersten Glühwein des Jahres zwischen Zirkuszelten trinken

Beim Thema Weihnachten scheiden sich ja bekanntlich die Geister. Wir finden ja, dass man mit dem Weihnachts-Brimbamborium gar nicht früh genug beginnen kann und freuen uns deshalb, dass Ende November die ersten Christkindlmärkte in München eröffnen! Der Märchenbazar ist mittlerweile ein echter Klassiker, den wir nicht mehr missen möchten. Dieses Jahr haben die Zirkuszelte und Jahrmarktbauten einen Platz im Olympiapark gefunden und versorgen uns ab dem 25. November mit allerlei Kunst, Musik und Köstlichkeiten. Auch die Alte Utting und das Bahnwärter Thiel verwandeln sich ab dem 23. November wieder in lässige Weihnachtsmärkte: Die Sternenflotte und Dampfkessel Dagmar laden mit Bio-Glühwein, vielfältigem Kunsthandwerk, Feuerstellen und Kleinkunstbühnen ein, die Weihnachtszeit ganz entspannt einzuläuten. Das perfekte Programm für den letzten Sonntag im November!

  • Märchenbazar
  • Olympiapark München
  • Montag – Donnerstag: 16.00–23.00 Uhr, Freitag: 16.00–00.00 Uhr, Samstag: 12.00–00.00 Uhr, Sonntag: 11.00–21.00 Uhr
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Hamam Anatolia

© Hamam Anatolia Bei türkischem Tee und Bio-Sauna im Hamam Anatolia aufwärmen

Tagesausflug ins Hamam: Im Anatolia im Münchner Süden bekommt ihr das volle Programm – los geht's mit einem türkischen Tee, danach erwartet euch je nach Lust und Laune ein Programm aus Körperreinigung, Dampfbad, Massagen und Bio-Sauna. Bei den Massagen fällt die Wahl wirklich nicht leicht: Kopf, Fuß, Peeling, Seifenschaum, Rosenöl, Aromaöl, eine Schröpfmassage mit Gläsern, die die Durchblutung fördern oder ihr gönnt euch gleich die Göttermassage, bei der ihr von zwei Masseuren durchgeknetet werdet. Im Ruheraum warten dann Ayran und Snacks – und schon ist der Tag auch wieder vorbei.

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Mein Lieblingsort in München #9: Der Salon Irkutsk in der Maxvorstadt

© Ida Heinzel Mit Glühmut in der Hand von noch kälteren Orten träumen im Salon Irkutsk

Der Salon ist auf viele Arten ein schöner Ort: Bei Konzerten geht es wild zu, an anderen Tagen sehr gemütlich. Mit der wechselnden Kunst an den türkisfarbenen Wänden erinnert der Salon mal an das Wohnzimmer einer russischen Oma, dann wieder an den Barwagon im Orientexpress. Wenn man reinkommt, flackert deshalb immer ein bisschen Fernweh auf. So ein Anflug lässt sich dann an der knallroten Bar sitzend am besten in einem Glas Wermut ertränken. Wermut ist noch ein Grund dafür den Salon zu lieben: er ist die Spezialität des Hauses und das beste Getränk überhaupt. Süffig, classy und so ungewöhnlich, dass man immer wieder fasziniert davor sitzen bleibt wie ein kleines Kind vor seiner ersten Kugel Eis. Ganz hervorragend sind daher diese News: Wermut gibt es hier auch in einer heißen Wintervariation! Glühmut heißt das und schmeckt herrlich kräuterig, fruchtig und weihnachtlich würzig.

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© Valerie Blum Kanadafeeling und Walchenseeblick am Hirschhörnlkopf

Hach, der Walchensee ist doch irgendwie ein magischer Ort, an dem uns immer das Herz aufgeht. Doch während die Massen gen Herzogstand pilgern, um den Blick auf den See zu genießen, empfehlen wir euch hier einen Gipfel im Isarwinkel, der weit weniger überlaufen ist. Die Tour auf den Hischhörnlkopf (1514 m) hält sich in Sachen Schwierigkeit und Höhenunterschied in Grenzen, doch die Gipfelschau und der Blick hinab zum Walchensee können mit den berühmten Modebergen locker mithalten. Für eine ausführliche Tourenbeschreibung schaut ihr am besten beim DAV München & Oberland vorbei.

Anfahrt: Bahn bis Lenggries, weiter mit Bus 9595 bis "Post, Jachenau"
Dauer: ca. 3,5 bis 4 Stunden reine Gehzeit
Zielgruppe: Anfänger*innen

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Fitzroy

© Lilli Wermuth Das Fitzroy im Werksviertel: Australisch speisen im 14. Stock

"If it's good you should lick the plate." – So steht es auf der Website des Fitzroy geschrieben. Vor Ort fühlt es sich allerdings ein bisschen zu fein an, um dieses Kompliment an die Küche wirklich in die Tat umzusetzen. Verleitet wären wir trotzdem, denn die australische Küche mit Einflüssen aus Europa und Asien, die hier auf die Teller kommt, ist wirklich köstlich bis zum letzten Molekül. Die Höhenluft im 14. Stock trägt sicher auch ihren Teil dazu bei, dass wir ganz hin und weg sind vom Fitzroy. Tipp: Abends pünktlich kommen, denn hier oben habt ihr den besten Blick auf den Sonnenuntergang.