11 Dinge, die du immer im Werksviertel machen kannst

Ich weiß nicht ganz, ob man das Werksviertel schon als eigenen Stadtteil bezeichnen kann. Wenn ja, dann wurde das Westend als kommendes Trendviertel auf jeden Fall abgelöst. Direkt am Ostbahnhof – zwischen Haidhausen und Berg am Laim – beginnt das Areal mit dem Container Collective. Dahinter warten die ehemaligen Hallen der Pfanni Fabrik, das Werk 3, mit Knödelplatz, Kartoffelgleis und Püreelinie. Ja, die Straßen heißen hier wirklich so. Hier tut sich Einiges und jeder, der jetzt mit einer Ausrede wie "Der Ostbahnhof ist so weit weg!" kommt, der ist wirklich selbst Schuld!

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Wachsende Ausstellung Coma Container of Modern Art

© jmvotography Kunst gucken im Container of Modern Art

Während viele Museen in München oft überfüllt sind und teilweise auch wirklich etwas teuer, ist der Container of Modern Art eine echte Oase für alle Kunstliebhaber. Zum Kunst gucken braucht man nämlich Ruhe und vor allem die richtige Atmosphäre – und davon hat der CoMA reichlich. Die Ausstellungen wechseln regelmäßig und präsentieren neben Münchnern auch immer wieder internationale Künstler. Vorbei schauen lohnt sich wirklich immer – noch dazu ist der Eintritt kostenlos und richtig schöne Menschen treiben sich hier ja eh auch immer rum.

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Gin City

© Lilli Wermuth Sich durch über hundert Sorten trinken in der Gin City

Wie der Name schon vermuten lässt, regiert in dieser tollen Bar der Gin. Doch nicht nur eine spezielle Marke allein schwingt das Zepter, sondern gleich 107 (!) verschiedene Sorten. Gin ist ein absolutes Modegetränk. Ob als Gin Tonic, Munich Mule oder Basil Smash – wir lieben den Wacholderschnaps, egal mit welcher Begleitung! Doch um Trends geht es Ralf Saponara mit dem Gin City nicht. Der Hobbykoch hat in der Spirituose seine ganz eigene Kunstform entdeckt. Die Hingabe und Begeisterung, mit der er davon erzählt, wie er sich durch sämtliche Gins probiert, sie in ihre Bestandteile zersetzt und neu komponiert hat, ist ansteckend. Der Mann hat wirklich Ahnung! Unbedingt probierten solltet ihr den Ralfs Gin Opihr (12,80 Euro).

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Khanittha im Werksviertel

© Khanittha Thai-Food zum Reinlegen im Khanittha schlemmen

Wir sind große Thai-Food-Fans und steuern im Werksviertel Mitte, wenn der Magen mal wieder knurrt, zielstrebig das Khanittha an. Der thailändische Imbiss liegt im Haus vom Werk 3 und lockt mittags nicht nur die vielen hungrigen Mäuler aus ihren Büros, sondern gilt im näheren Umkreis auch für viele als Pilgerziel. Das Menü mit Suppe oder Frühlingsrollen für 7,50 Euro ist aber auch wirklich jede Reise wert – die Lunchbox kostet sogar nur 6 Euro. Ein super leckerer Traum! Schließt man beim Kauen die Augen, kann man sich fast vorstellen, in Thailand zu sein.

  • Khanittha im Werksviertel
  • Atelierstraße 14, 81671 München
  • Montag – Donnerstag: 11.00–21.00 Uhr, Freitag: 11.00–15.00 Uhr und 18.30–22.00 Uhr, Samstag: 12.00–15.00 Uhr und 18.30–22.00 Uhr, Sonntag: 13.00–19.00 Uhr
  • Mittagsmenü mit Suppe oder Frühlingsrollen für 7,50 Euro, Vorspeisen ab 3,50 Euro, Curry- und Wow-Gerichte ab 10,50 Euro
  • Mehr Info
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München Container Collective Butter

© jmvotography Nevilles Negroni sippen in der Bar of Bel Air

Die Bar of Bel Air mit der wohl chilligsten Terrasse weit und breit ist im Container Collective ein echtes Highlight. Während ihr an wohlklingenden Drinks wie Nevilles Negroni oder dem Tijuana Toyboy nuckelt, scheint euch die Sonne ins Gesicht und die bunten Container sorgen irgendwie für Urlaubsfeeling. Und auch, wenn die Sonne schon längst weg ist – was lange dauert, weil hier auch ein echter Abendsonnen-Hotspot ist –, machen das die beleuchteten Kanister wieder wett. Da vergisst man schnell mal welcher Wochentag überhaupt ist – und das liegt nicht am Alkoholpegel.

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Artvergnügen Januar 2018

© Tobias Melle Sich in der whiteBOX kreativ entfalten

Kunst und Kultur sind im Fundament des Werksviertels bereits fest verankert. 2000 Quadratmeter stehen alleine im Werk 3 für das Projekt whiteBOX zur Verfügung – für Atelierflächen und einen rund 400qm großen Ausstellungs- und Veranstaltungsraum. Die whiteBOX ist kein Museum, sondern viel mehr Treffpunkt für Kunstinteressierte aller Art. Zu den offenen Ateliertagen kann man den Kreativen dann über die Schulter gucken. Bildhauerei, Malerei, Fotografie, Videokunst, Graffiti, Grafik und experimentelle Filme – alles ist hier vertreten. Die Ausstellungen kann man jederzeit kostenlos besuchen!

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HeyMinga

© HeyMinga Eine Tour mit Hey Minga starten

Stadtrundfahrten sind nur was für Touristen mit Selfie-Sticks? Und überhaupt total uncool? Nix da! Die Jungs und Mädels von den Hey Minga Touren beweisen, wie viel Spaß eine Sightseeingtour auch in der eigenen Stadt machen kann. Treffpunkt ist der Eingang zum Container Collective, ihr spaziert kurz durchs Werksviertel bevor es im alten VW-Bulli durch die City geht. Stops auf der Tour sind nicht die üblichen Verdächtigen, sondern Sehenswürdigkeiten abseits vom Mainstream. Auch als original Münchner-Kindl kann man hier noch echt was dazu lernen!

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© Kaserne de Janeiro Kaffee und Zimtschnecken in der Kaserne de Janeiro

Die Kaserne de Janeiro ist mittlerweile nicht mehr nur für die Kreativen vom Container Collective eine super Anlaufstelle für tollen Kaffee, Kuchen und Zimtschnecken. Auch die Haidhausener und Besuch aus ganz München lässt sich hier mit sehr urbanem Blick auf den Ostbahnhof nieder. Holt euch einfach einen günstigen Cappuccino, frischen Saft und eine der unwiderstehlichen Zimtschnecken von der Zimtscheckenfabrik und lasst euch im Café, davor oder in dem Miniwintergarten mit Strandkorb nieder. Zu späterer Stunde wandert ihr dann einfach die Treppen hoch in die Bar of Bel Air.

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Werkbank

© Unsplash | Carpenter Möbel bauen und siebdrucken lernen in der WerkBox3

Selber Möbel bauen, schweißen lernen, siebdrucken, Fotos in der Dunkelkammer entwickeln oder gärtnern – das alles und noch viel mehr geht in der WerkBox3. Der gleichnamige Verein hat hier nämlich eine offene Werkstatt geschaffen. Auf rund 400 Quadratmetern kann man sich hier kreativ austoben und alles machen, wofür dir daheim das Werkzeug oder der Platz fehlt. Dafür muss man einfach nur eine Box (ab 70 Euro im Monat) für seine privaten Sachen mieten – mit dem Schlüssel kann man dann immer in die offene Werkstatt rein. Zudem finden hier täglich Kurse statt: Repaircafé, Bikekitchen, Glasschmuck oder ein Buchbindekurs.

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MH5 Roof Bar

© MH5 Roof Bar Tanzen, trinken und den Ausblick genießen in der MH5 Roof Bar

Der beste Ausblick über die Stadt! Letztes Jahr eröffnete in der Location vom München Hoch 5 The Lit Roof mit wahnsinns Dachterrasse, Pool und Außenbar. Nach dem Sommer 2017 ging es dann weiter mit verschiedenen Pop-Ups und jetzt ist hier die MH5 Roof Bar daheim. Wie es mit der Location weitergeht, weiß immer keiner so genau. Fest steht nur: In den letzten Jahren war hier immer wieder was los und der Ausblick wird einfach nicht alt. Auch im Winter – im November 2018 könnt ihr hier immer freitags noch tanzen, trinken und feiern. Der Eintritt ist frei!

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Nachtkonsum Flohmarkt

© Nachtkonsum Konzerte besuchen und zum Nachtflohmarkt gehen in der Tonhalle

1966 noch das Kartoffellager von Pfanni, finden heute auf dem selben Gelände jede Menge Konzerte und jeden Monat ein Nachtflohmarkt statt. Vor allem die Flohmärkte sind heiß begehrt, die Stellplätze immer sofort ausverkauft. Wenn um 17 Uhr die Türen aufgehen, stürmen die Leute rein. Lohnt sich aber auch wirklich, wenn man gut erhaltene und coole Frauenklamotten sucht. Die gibt's hier en masse – und zu top Preisen!

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Guatemuc Werksviertel

© Nina Vogl Kochbananen und Maistortillas im Guatemuc frühstücken

Wer schon mal in Mittelamerika war, kennt das Spiel. Bohnen zum Abendessen, Bohnen zum Mittagessen, Bohnen sogar zum Frühstück. Klingt eintönig, aber ist ehrlich gesagt ziemlich nice. Mit ihrem Café bringen die Betreiber ein Stück Guatemala nach München. Natürlich kommt der Kaffee aus der Hochebene Mittelamerikas, aber auch die Teller füllen sich mit Spezialitäten aus dem kleinen Land. Die Frühstückskarte ist zwar mini, aber bei Avocadotoast für 5,50 Euro und einem traditionellen Frühstücksteller mit Rührei, schwarzen Bohnen, Kochbanane, Fetakäse, Maistortilla und dann noch einem Heißgetränk für 8,50 Euro, lohnt sich die Reise nach Guatemala –äh, ins Werksviertel – auf jeden Fall.

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