Hidden Spots – 11 versteckte Orte, die ihr in München entdecken könnt

Normalerweise ist München das Paradebeispiel, wenn's um Ordentlichkeit geht. Uns werden hier die prächtigsten Bauten, die süßesten Cafés und die sonnigsten Parks geradezu herausgeputzt auf dem Silbertablett serviert. Das lieben wir so sehr an dieser Stadt! Doch es gibt tatsächlich auch Orte, die unter dem klassischen Radar fliegen. Leerstehende Schwimmbäder, riesige Grünflächen mit kleinen Ruinen, alte Kapellen.

Dass es sich bei diesen Hidden Spots gar nicht immer um alte Gemäuer handeln muss, davon könnt ihr euch ab sofort mit PayPal selbst überzeugen. Denn das Unternehmen hat sich für den Sommer einige Mobility-Partner geschnappt, die euch direkt an neue Orte bringen. Dabei sind in München zum Beispiel FlixBus, FlixTrain, SHARE NOW und sogar Lime! In den jeweiligen Apps müsst ihr nicht lange und umständlich eure Kreditkarten-Informationen eintippen, sondern könnt euch direkt mit eurem PayPal-Konto einloggen und los düsen. Worauf wartet ihr noch?

1
Gollierplatz

© Lilli Wermuth Menschen beobachten am Gollierplatz

Hier trifft sich das Westend: Familien mit Kindern, Rentner*innen beim Boule spielen, Jugendliche und die verschiedensten Glaubensgemeinschaften tummeln sich. Ein Schmelztiegel der Kulturen quasi. Am Gollierplatz lässt es sich gut mit Blick auf die ziemlich mächtige St.-Ruppert-Kirche abhängen oder auf die Allee, die sich hervorragend anbietet, um das vorbeiziehende Volk zu beobachten. Ein Platzerl an der Tischtennisplatte findet sich auch jederzeit. Mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, ist hier sowieso kein Problem. Heiße Themen: Genossenschaftswohnung, Gentrifizierung, Wiesn. Klappt immer, versprochen.

2
Ost-West-Friedenskirche

© Lilli Wermuth Die Ost-West-Friedenskirche im Olympiapark erkunden

Es heißt, Väterchen Timofei verließ 1952 seine russische Heimat, nachdem ihm die heilige Mutter Maria erschien, um seiner Bestimmung zu folgen und zusammen mit seiner Frau einen friedvollen Ort (im heutigen Olympiapark) zu schaffen. Er baute ein Häuschen und eine kleine Kirche als Zeichen der Versöhnung von Ost und West. Definitiv eine Sehenswürdigkeit, an der Wunsch, Zauber, Geschichte und Wahrheit bis heute nicht ganz voneinander zu trennen sind. Außerdem könnt ihr hier wunderbar eure Ruhe haben, weil wirklich nie was los ist.

3
St. Floriansmühle

© Lilli Wermuth Sich das alte Floriansmühlbad zurück wünschen

Im Jahr 1932 eröffnete das Floriansmühlbad in Freimann. Hier traf sich damals die Schwabinger Prominenz – und zu Recht, denn das Freibad war ein grüner Traum direkt am schillernden Wasser. Nun steht es schon eine ganze Weile leer und die Natur hat sich zurück geholt, was ihr gehört. Durch den Lattenzaun, der das Grundstück umschließt, könnt ihr hier und da spähen und ein Gefühl dafür bekommen, wie schön die Sommertage in den 30er und 40er Jahren wohl gewesen sind. Trotzdem verschlossenen Türen ist das Bad einen Ausflug wert, wenn man auf Spurensuche vergessener Zeiten gehen will.

4
Panzerwiese

© Unsplash | Jamie Dantas Drachen steigen lassen auf der Panzerwiese

Wer nicht gerade im Norden Münchens wohnt, kennt diese tolle, freie Fläche wahrscheinlich gar nicht. Zwischen Hasenbergl und Fröttmaning liegt die Panzerwiese – 280 Hektar groß und perfekt, um hier ewig zu spazieren, die Nase in den Wind zu halten und natürlich Drachen steigen zu lassen. Nur Achtung vor der Schäferin, die hier immer ihre Schafe weiden lässt – der sollte man mit seinem Drachen besser nicht in die Quere kommen. Ansonsten aber ein absoluter ruhiger und entspannender Ort!

5
Kunstbehandlung Schwule Kunst

© Kunstbehandlung Werke schwuler Künstler bewundern in der Kunstbehandlung

Mitten im Glockenbachviertel hat es sich eine Galerie zur Aufgabe gemacht, zeitgenössischer, schwuler Kunst, die sich auf die Darstellung männlicher Figuren konzentriert, einen Raum zu geben. Als Jahresausstellung werden in der Kunstbehandlung zum Beispiel seit 1997 immer wieder Werke des deutschen Künstlers Robert C. Rore präsentiert. Seine Zeichnungen, Aquarelle und Ölgemälde zeigen vorwiegend leicht bekleidete Männer, ohne dabei pornographisch zu wirken. Die Galerie bietet mit ihren Ausstellungen eine außergewöhnliche und ästhetische Sichtweise auf Männlichkeit.

6
Untere Grasstraße

© Lilli Wermuth In der Unteren Grasstraße lustwandeln

Stolpert man in Giesing zufällig auf die Untere Grasstraße zu, hat man das Gefühl, eine Zeitmaschine betreten zu haben. Die kleinen Häuschen, die die Gasse links und rechts zieren, scheinen hier schon seit Anbeginn der Zeit zu stehen – zumindest seit die Menschheit schöne Architektur hinbekommt. Während viele für ein bisschen Nostalgie in die Preysingstraße drüben in Haidhausen düsen, wird die Untere Grasstraße oft vom Trubel vergessen. Doch die Feldmüllersiedlung in Obergiesing hat mindestens so viel Münchner Geschichte zu bieten. Benannt nach Therese Feldmüller, die von 1840 bis 1846 in Giesing lebte. Ihr gehörte das Quartier um die Untere Grasstraße, das sie Stück für Stück an Handwerker*innen, zuziehende Tagelöhner*innen und Kleingewerbetreibende verkaufte. So entstand ein denkmalgeschütztes Ensemble aus dicht gedrängten, schlichten, einstöckigen Häusern, zu denen auch das ehemalige Uhrmacherhäusl zählte – bevor es illegalerweise abgerissen wurde. Aber es gibt Grund zur Hoffnung: Bald steht das Haus wohl wieder in alter Blüte!

7
Feierwerk Skateplatz

© Lilli Wermuth Das Gelände vom Feierwerk unsicher machen

Das Feierwerk ist mit seinen schönen Räumlichkeiten, dem coolen Kulturprogramm und all den gemeinnützigen Einrichtungen ein Gelände, das man gerne unterstützt. Was viele nicht wissen: Orangehouse, Hansa 39 und Kranhalle – kann man alle mieten! Ansonsten ist die Location auch einfach beliebt bei Skater*innen. Der große Skateplatz bietet mit seinen zahlreichen Obstacles viel Platz, um ein paar nice Tricks zu üben. Also entweder ab aufs Board oder ihr feiert eure nächste Sause dort.

8

© Lilli Wermuth | Unsplash Für Burger und Filme zum Autokino Aschheim düsen

Das erste Autokino wurde in den 1930er-Jahren in den USA eröffnet, richtig populär wurde das Freiluftkino allerdings erst in den 50ern und 60ern. Nur rund 20 Stück gibt es heute in ganz Deutschland, eines davon in Aschheim bei München und das seit über 50 Jahren! Nach dem Film kann man hier noch im Diner Burger essen – Hamburger für nur 3,50 Euro, Cheeseburger für 40 Cent mehr. Sowieso können sich die Preise im Autokino Aschheim echt sehen lassen. So kostet der Eintritt 11 Euro und ein Bier 2,60 Euro. Fast wie damals bei der Eröffnung 1968.

9
Marienklause

© Walter Wohlrab An der Marienklause zur Ruhe kommen

Seit 1866 steht die Marienklause am Fuße der Hochleite in Harlaching und bewacht wohl ebenso lange schon die drei Gewässer Isar, Isar-Werkkanal und Auer Mühlbach, die sich hier treffen. Während motivierte Moutainbiker*innen auf den schotterigen Pisten rundherum zu wilden Touren aufbrechen, können es entspannte Münchner*innen an der kleinen Kapelle und im dazugehörigen Gärtchen ruhig angehen lassen. Seele baumeln ist angesagt und wer Glück hat, erhascht über den Zaun hinweg einen Blick in den Zoo.

10
Fluffy Clouds

© Lilli Wermuth Die Zwischennutzung "Fluffy Clouds" Badminton und Biergarten besuchen

Wir müssen wirklich sagen, München ist flexibel geworden und ermöglicht mittlerweile einem ganzen Haufen kreativer Menschen, tolle Projekte umzusetzen! Dazu gehören zum Beispiel Michi, Lissie, Gregor und ihr Team, die das fantastische Sugar Mountain organisieren. Dieses Jahr haben sie außerdem noch eine weitere Zwischennutzung am Start: das Bad Georgenschwaige im Luitpoldpark. Das Freibad kann aktuell wegen eines Brandes nicht als solches genutzt werden und soll 2023 zum CO2-neutralem Naturbad umgebaut werden. Bis dahin wird die große Grünfläche zu einem Freizeitgelände mit Badmintonnetzen, Slacklines, Yoga, Streetball und voraussichtlich auch einem Biergarten! Das alles läuft unter dem Namen Fluffy Clouds.

11
Üblacker-Häusl

© Lilli Wermuth Das Üblacker-Häusl in Haidhausen besichtigen

Wir sind sowieso allergrößte Fans der Preysingstraße in Haidhausen, denn hier fühlt sich alles mal gar nicht nach München an – und schon gar nicht nach 2022. Da passt das Üblacker-Häusl in eben jener Straße, das eines von rund 150 Holz- oder Steinhäusern in dem Viertel war, bestens rein. Die meisten anderen Häuschen wurden während des Krieges zerstört oder abgerissen, um Mietshäusern zu weichen. Früher eine Tagelöhnerherberge, ist das Häusl heute ein schönes Überbleibsel und darf gerne von innen bewundert werden.

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