Neues Vergnügen: Diese 11 Orte haben wir im April 2022 entdeckt

Der wilde April ist vorbei und das kann nur eins bedeuten: Besseres Wetter und natürlich eine sweete kleine Zusammenfassung all jener Spots, die uns die letzten vier Wochen auf- oder neu eingefallen sind. Da gab es nämlich so einige. Egal ob zum Mampfen, Seele baumeln lassen oder in diversen Drinks versinken.

Wir sind dem Regen im Herrschaftszeiten entgangen, haben den Wind durch die Gassen jagen sehen, während wir in der Blauen Libelle feine Weine geschlürft haben und sind durch (städtisches) Berg und Tal gewandert, um neue Ecken und Enden zu erkunden. Was wir da gefunden haben, erfahrt ihr hier.

Food & Drinks

1

© Dominik Schelzke Ein edler Snack: Rohe Köstlichkeiten in der Bar Tatar

Wir sind natürlich traurig, dass die Schreiberei von Tohru Nakamura noch ein wenig länger braucht. Der Bau- und Rohstoffmangel macht eben auch vor der Sterneküche nicht halt. Aber immerhin ermöglicht uns diese Verzögerung eine charmante Vorschau. Diese gibt es seit April abends in den Räumlichkeiten des KaffeeWerks in der Hofstatt. Ein Pop-up namens "Bar Tatar". Und Nomen est Omen: Küchenchef Tom Heeg zaubert hier drei Tatar-Variationen auf die Keramik, dazu landen hochpreisige, aber auch gleichermaßen schmackhafte Weine in den Gläsern. Wählt zwischen japanischem Rindertatar, Lachsforellentatar und vegetarischem Karottentatar. Letzteres ist fast unser geheimer Favorit, zusammen mit der arg leckeren Salzbutter. Und wer sich hierher verirrt und eigentlich gar kein Fan von Tatar ist, dem seien Jakobsmuscheln oder Ibericoschinken ans Herz gelegt.

2
Vegan Junkhouse Club

© Lilli Wermuth Endlich auch unfassbar lecker frühstücken im Vegan Junkhouse Club

Unser liebstes Ziel für vegane Leckereien, die absolut keine Wünsche offen lassen, hat endlich auch Frühstück! Der Vegan Junkhouse Club in Haidhausen verwöhnt euch am Wochenende nun mit den vielleicht besten Overnight-Oats, unglaublich fluffigen Pancakes, einer pflanzenbasierten Wurst- und Käseplatte und mehr. Das Frühstück, das schnell auch in einen Brunch übergehen kann, gibt es Freitag bis Sonntag von 10 bis 15 Uhr, danach geht's weiter mit Lobster-Roll und Calamari. Ihr könnt also alle weiteren Termine absagen, denn ein Besuch hier artet gerne mal aus. Hurra!

3
Blaue Libelle Bar

© Lilli Wermuth In der Blauen Libelle feine Weine schlürfen und himmlische Speisen teilen

Die Blaue Libelle ist eine wunderschöne Weinbar im Herzen des Glockenbachviertels. Die Besitzer Ayoub, Maxi und Robert haben jede Menge Gastro- sowie Architektur-Erfahrung in den Laden gesteckt und die Kombi kann sich wirklich sehen lassen. Der Fokus liegt natürlich auf feinen Tropfen, dazu werden himmlische Speisen von Koch Kaan Erbatu serviert, die den Gaumen zu einem Freudentanz kitzeln. Ob Burrata in Blutorangen-Sud mit Basilikum und Grapefruit, eine ganze Artischocke mit dreierlei Dips oder Belugalinsensalat mit frischen Brombeeren – am besten bestellt ihr einmal die ganze Karte und stellt die Teller in die Mitte vom Tisch. Am Wochenende kommt dann noch Musik ins Spiel und fertig ist die perfekte Abendplanung.

4

© Sarah Langer Auch vegan und vegetarisch satt werden im Herrschaftszeiten

Fast zwei Jahre war das Paulaner im Tal geschlossen und hat nun neu eröffnet – unter neuem Namen und neuer Leitung. Hinter dem Herrschaftszeiten steht immer noch die Paulaner Brauerei, doch für das neue Konzept ist ein junges Betreiber*innen-Quartett verantwortlich, dem wir unter anderem schon das 55Eleven in der Maxvorstadt verdanken. Interior-technisch ist im Herrschaftszeiten vor allem die Glasdecke ein absoluter Hingucker: Selbstgemalte gelb-schwarze Illustrationen von Rosa Kammermeier zieren sie mit einer Kombi aus Bavaria, Eisbach-Surfer und Frauenkirche. Auf der Karte stehen klassische bayerische Gerichte, denen neues Leben eingehaucht wurde. Zum Beispiel indem die Kruste beim Schweinebraten so zubereitet wird wie bei einer Peking Ente.

5
Barele

© Lilli Wermuth Feine Weine und mediterrane Antipasti im Barele konsumieren

Das Barele gibt es schon seit 2020, doch aus einem uns unerklärlichen Grund, haben wir es erst jetzt hin geschafft. Dabei lockt der kleine Laden in einer Seitenstraße vom Tal mit feinen Weinen, mediterraner Antipasti und viel Gemütlichkeit. Wenn ihr einen Ort sucht, an dem die Leidenschaft für Qualität und Herkunft nur so auf euch übersprudelt, seid ihr bei Raffaele goldrichtig.⁠ Die Abendkarte hat ein paar handverlesene Gerichte in petto, um diverse Glaserl der eigenen Hausweine kommt ihr sicher nicht drum rum – wir haben es versucht und sind gescheitert – und wenn das Wetter stimmt, lädt ein Schanigarten samt Kronleuchter zu lauen Abenden ein.⁠

6

© Lilli Wermuth Im Import Export mittags für kleines Geld schnabulieren

Mittagspause im Kreativquartier? Kein Problem – der Mittagstisch vom Import Export lädt euch von Dienstag bis Freitag von 12 bis 15 Uhr zum Schnabulieren in entspannter Atmo ein. Vegane Tagesgerichte landen auf den Tellern sowie Salate, Suppen, Snacks und Kaffee für kleines Geld. Auf der Website seht ihr unter "Kantine", was diese Woche auf dem Menü steht.⁠ Alle Hungrigen werden hier herzlich zum Essen, Arbeiten und Abhängen empfangen. Natürlich gibt's auch W-LAN, wenn ihr noch schnell eine letzte Mail abschicken müsst, bevor es Zeit für eine wohlverdiente Pause ist.

7
Wein & Bison-Burger in der Abendsonne: Das Weinhäusl am Wiener Platz

© Julia Sturm Wein und Abendsonne im Weinhäusl am Wiener Platz

Hinter den Marktständen in einem der wenigen übrig geblieben Herbergshäuser Münchens hat das Weinhäusl seine Tore geöffnet und sich damit gleich den gastro-taktisch besten Spot am Platz rausgepickt. Haidhausener Feierabend-Weinschorlen-Liebhaber aufgemerkt: Auf die Terrasse vom Weinhäusl scheint abends wirklich richtig lange Sonne. Das ist auch super für alle, die von Frühling bis Spätherbst am liebsten draußen ihren Sundowner genießen möchten. Im Weinhäusl bekommt ihr feine Getränke und Schmankerl aus der Steiermark.

Spiel & Spaß

8

© Jan Saurer | @monacoshots Auf dem Frühlingsfest endlich wieder Wiesn-Vibes bekommen

Wir geben es ja zu, die frischeste aller Neuentdeckungen ist das Frühlingsfest jetzt nicht, schließlich findet die Sause schon seit 1965 auf der Theresienwiese statt. Aber sind wir doch mal ehrlich, nach zwei Jahren Verzicht auf jegliches Volksfest-Vergnügen fühlt sich das Spektakel doch relativ aufregend und neu an. Endlich wieder in durch die Luft sausenden Fahrgeschäften die Seele aus dem Leib schreien, die Kehlen mit literweise Bier ölen oder einfach durch die Menge schlendern und auf einer süßen Wolke aus Zuckerwatte und gebrannten Mandeln schweben.

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Summer Roll meets Sushi: Unter Kirschblüten schlemmen im JaVi in Schwabing

© Julia Sturm An mindestens 11 Orten in München die Kirschblüte bewundern

Manchmal fühlt sich der Münchner Frühling an wie frisch gebackener Teenager. Also genauer gesagt zur Kirschblüte, denn dann geht's richtig los! Als wolle er beweisen, was er kann und in welchem Ausmaß. Dafür fährt er rosa-weiße Geschütze auf und bombardiert all unsere Sinne. Wärme auf der Haut, Vogelgezwitscher in den Ohren, Blumenduft in der Nase und natürlich: Blütenpracht für die Augen. Überall in der Stadt blühen die ersten Kirsch- und Magnolienbäume und wir sind höchst entzückt. Daher hier mal unsere persönlichen Highlights an Blütenpracht. Vom Olympiapark, über den Josephsplatz bis nach Haidhausen. All die schönen Ort findet ihr hier!

10
Lokschuppen

© Lokschuppen Müller Für Kulturwandler*innen: Der Lokschuppen Rosenheim

Natürlich haben wir ausreichend Museum, Galerien, Ausstellungen in München. Aber als offener Mensch blickt man gerne auch über den Tellerrand hinaus. Zum Beispiel gen Rosenheim. Dort liegt am Rand der Innenstadt der Lokschuppen. Die alte Bahnhofsanlage (die für ihren Umbau mit Architektur-Preisen ausgezeichnet wurde) rangiert in den Top Ten der erfolgreichsten Ausstellungshäusern Deutschlands. Nebenan kann man dann bei der Kaffeerösterei Dinzler einkehren.

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© Lilli Wermuth Im Haus der Kunst Nebel leben

Im Haus der Kunst könnt ihr noch bis zum 31. Juli 2022 auf Wolken laufen. Besser gesagt, durch Nebel. Die Ausstellung "Fujiko Nakaya. Nebel Leben" verwandelt die heiligen Hallen in einen Ort, den wir kaum in Worte fassen können. Während ihr auf einem Holzsteg lauft, verwandeln sich verschiedene Räume abwechselnd in eine Landschaft aus Wasser und Luft, die euch in dickem Nebel einnimmt und binnen Sekunden komplett umhüllt. Was wir uns im Sommer als willkommene Erfrischung vorstellen, raubt uns im Frühling definitiv den Atem – und dass nicht nur wegen der hohen Luftfeuchtigkeit. Ein Spektakel vom anderen Stern!

Frühlingsgefühle in 3, 2, 1 ...

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