11 schöne Dinge, die du am Sonntag im Dezember 2020 machen kannst

Sonntagstipps für den Monat Dezember schrieben sich früher fast schon bedenklich leicht. Zehn Weihnachtsmärkte oder Glühweinstände und beim elften Punkt war Weihnachten selbst vielleicht auf einen Sonntag gefallen. Dieses Event wird es – wie auch immer geartet – dieses Jahr zwar wieder geben, den Rest der Adventszeit mussten wir allerdings neu aufstellen. Und haben dabei erst so richtig gemerkt, wie viel eigentlich geht, wenn wir nicht ständig von der klebrigen Feuerzange festgehalten werden. Dass der Sonntag nicht nur der Tag des Herrn und des Lebkuchens ist, sondern auch ein Street Art Rundgang. Oder die Möglichkeit München besser kennen zu lernen, ohne aus der heimischen Couch auftauchen zu müssen. Und Glühwein könnt ihr natürlich trotzdem trinken.

Obacht: Aufgrund von Corona wechseln die Öffnungszeiten gerade häufig, schaut vorher am besten auf den jeweiligen Websites und Social Media Kanälen nach. Und eh klar: Maske nicht vergessen & Abstand halten und die aktuellen Kontaktbeschränkungen und Maßnahmen beachten. Merci!

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Komitee

© Nina Vogl Mit der Tacobox vom Komitee das Latinogefühl nach Hause holen

Fusion Taco Kollektion. Mehr müsste hier eigentlich nicht stehen. Was im Sommer der Willi Sour auf der Terrasse vom Komitee, das ist im Dezember die Taco Box auf dem Sofa. Mit einer Auswahl von Spicy Crispy Tofu über Mango Avocado bis zu Shakshuka ist wirklich für jeden Geschmack was dabei. Und das beste: Ihr könnt kombinieren wie ihr lustig seid. In der Box sind sechs hausgemachte Naan und jede Menge verschiedener Zutaten, die so unverschämt viele Kombinationsmöglichkeiten zulassen, dass das unsere mathematischen Fähigkeiten ehrlich gesagt übersteigt. Dazu bietet die neue Takeaway-Karte vom Komitee noch so manch andere Speise, wie die satten Schalen aka Bowls, das brutale Grilled Cheese Sandwich und an den frittierten Oreos führt sowieso kein Weg vorbei. Also tobt euch aus und gönnt euch vielleicht für einen kleinen Aufpreis noch ein Fläschchen Wein dazu. Die Tacobox ist angeblich für zwei bis drei Personen, aber wir verurteilen niemanden, der sie im Alleingang killt.

P.S.: Bald könnt ihr die Box auch per Lieferdienst bequem zu euch kommen lassen.

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© Unsplash Am Grünspitz Glühwein zum Mitnehmen schnappen

Glühwein to go ist der Pub Crawl des Dezembers. Einfach aus unseren Empfehlungen eine entspannte, kleine Wanderung durch München skizzieren und überall einen Kurzen, äh Glühwein trinken. Hält besser warm als lange Unterwäsche (wobei die natürlich auch zusätzlich nie schadet) und schmeckt besser als ein Herrengedeck. Und im Gegensatz zu einem Wegbier werden die Patschehändchen dadurch nicht kälter, sondern wärmer. Wenn dieser Effekt aufhört, solltet ihr eh bereits beim nächsten Standort sein. Als Startort empfehlen wir zum Beispiel den Giesinger Grünspitz und dann Richtung Innenstadt.

  • Kiosk am Grünspitz
  • Tegernseer Landstr. 104, 81539 München
  • Mittwoch – Freitag: 14:00 Uhr – 21:00 Uhr; Samstag und Sonntag: 11:30 – 21:00; bei Regen geschlossen
  • Getränke ca. 5 Euro
  • Mehr Info
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werksviertel mitte

© Corinna Böck (URKERN) | Pressematerial Werksviertel Mitte Street Art im Vorbeischlendern bewundern

Klar, zwischen Lockdown und klirrender Kälte entsteht nicht viel Liebe für Rausgehen. Aber manchmal lohnt es sich halt. Ein Spaziergang lüftet den Kopf – oder lässt einen aktuell zumindest die eigene Wohnung plötzlich viel sehnsüchtiger erwarten. Wenn ihr das Schlendern aber noch mit ein bisschen Kultur unterlegt, kann daraus direkt etwas Besonderes werden. Wir haben euch daher unsere elf Lieblingsorte in München zusammengestellt, an denen ihr Street Art und Graffiti bewundern könnt. Netflix gibt es auch morgen wieder, aber wer weiß schon, ob euer neues Lieblingspiece nicht nächste Woche schon der Vergangenheit angehört. Im Werksviertel gibt es vielleicht die höchste Dichte an Straßenkunst, aber auch das Schlachthofviertel ist nicht zu verachten.

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© Nina Vogl Die liebsten Frühstücks-Spots zu sich nach Hause holen

Es ist schon verblüffend, mit welcher Selbstverständlichkeit wir uns Pizza, Burger und Sushi nach Hause liefern lassen. Und obwohl alle immer vom Frühstück im Bett schwärmen, sah die Sache mit der Brunch-Lieferung bis vor Kurzem noch mau aus. Mittlerweile sorgen viele Münchner Cafés mir liebevoll gestalteten Brunch-Boxen dafür, dass ihr euch eure liebsten Frühstücks-Spots einfach in die eigene Bude holen könnt – teileweise zum Abholen, teilweise geliefert. Wir haben schon fleißig probiert und empfehlen euch die Isarkiste, die jede*n klassischen Frühstücker*in glücklich macht. Veganer*innen halten sich an die Box vom Om Nom Nom oder von Bananaleaf. Ein bisschen ausgefallener mitBanh Mi und Sommerrollen wird's mit der Box vom Café Chance und wem das noch nicht langt, der checkt die Versionen von Fräulein Grüneis, Sweetmeat, dem Ooh Baby I Like It Raw oder schaut mal in unserem aktuellen Guide zum Thema vorbei!

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Hofgarten Boule

© Ida Heinzel Boule spielen im Hofgarten

Der Hofgarten ist ein kleines Stückchen Urlaub mitten in der Stadt. Wenn man es geschafft hat den überfüllten Odeonsplatz zu queren und den imposanten Torbogen zu durchschreiten, steht der Erholung nichts mehr im Wege. Hier treffen sich Jung und Alt, Schicki-Micki und Hänger. Am besten saugt man den Flair des Hofgartens aber beim Boule spielen auf. Neben den alten Hasen, die gefühlt jeden Tag die Kugeln über den Kies schieben, findet sich immer noch ein Plätzchen. Alles, was ihr braucht, sind Boule-Kugeln. Aber das ist wirklich mal eine Anschaffung, die sich lohnt!

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So viel München, so viel Witz: Schaut die Comedy-Serie "Fett und Fett"!

© ZDF | Johannes Brugger Die Couch nicht verlassen und München in lokalen Serien bestaunen

Wann immer über deutsches Fernsehen gesprochen wird, geht es gefühlt entweder artsy, reduziert und genial zu, vielleicht sogar schwarz-weiß oder die Rede ist von unsäglichen Samstagabend-Komödien mit den immergleichen fünf Schauspieler*innen. Lediglich Münchner Serien scheinen schon seit Jahrzehnten eine gewisse Nische dazwischen für sich zu beanspruchen. Locker, mit Lokalkolorit, aber nicht ohne eigenen Witz und durchaus intelligent. Bestes Beispiel der letzten Jahre: Fett & Fett. Jaksch ist unser Seelentier – und vielleicht auch bald eures: Die Serie gibt es immer noch in der ZDF-Mediathek und eine weitere Staffel scheint zu kommen. In ähnlichem Fahrwasser bewegt sich die Serie Servus Baby und wer es lieber jugendsprachlicher und mit Fatoni als Supermarktchef mag, dem sei die neue Münchner Joyn-Serie "Stichtag" empfohlen. Ein bisschen rougher – mindestens was die Machart betrifft – haben unsere Freunde von Fancy Footwork einen Katertag aus der Hölle skizziert, in ihrer Insta-Serie "Rüde". Und schließlich, wie könnten wir ihn jemals vergessen, gibt es den Monaco Franze inzwischen auch auf Netflix.

  • München
  • München
  • Jederzeit, abhängig nur von eurer beruflichen Situation
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Two in One

© Two in One Online gemütlich quer durch die lokalen Läden shoppen

Es ist Sonntag, der liebste Laden ist gerade zu weit weg oder ihr bevorzugt aufgrund der aktuellen Situation doch eher das Home-Shopping? Kein Drama, denn Bestellung heißt nicht automatisch, dass ihr euer Geld bei den großen Online-Kaufhäusern lassen müsst. Nicht zuletzt wegen der Pandemie haben viele Münchner Shops zuletzt auch ihr Online-Angebot erweitert, sodass ihr das Sortiment auch digital durchstöbern und zu euch nach Hause liefern lassen könnt. Egal, ob Bücher bei Literatur Moths, meditterane Geschenke von Lemoni, Interior-Accessoires im Two in One oder schöne Kleidung Khala!

Und auch auf die Gefahr hin, dass wir uns vielleicht wiederholen: Kauft außerdem Gutscheine! Denn damit könnt ihr ganz leicht unterstützen – egal, ob kleiner Laden, Café, Theater oder Kino. Gutscheine gibt es meistens vor Ort, auf den Webseiten der Händler*innen oder auch über verschiedene Plattformen wie PayNowEatLater oder die lokale Münchner Aktion von Pictured by Betty. Perfektes Geschenk für euch oder eure Liebsten und damit eine absolute Win-Win-Win-Situation.

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© 2012 Thomas Dashuber / Agentur Focus. Im Residenztheater wie "Gott" fühlen

Nicht erst seit Till Brönner wissen wir, wie sehr uns das Theater abgeht. Klar, Clubs und Konzerte wären auch mal wieder schön, aber manchmal ein bisschen "Hochkultur", das ist schon auch schick. Ein Glück, dass es das Residenztheater und sein neues Programm "Resi sendet" gibt. Theater ist eine Kunstform der Versammlung, einer vorübergehenden Öffentlichkeit, die sich Abend für Abend bildet, wieder auflöst und anderntags neu zusammenfindet. Es lebt von der geteilten Anwesenheit der Schauspieler*innen und Zuschauer*innen. Solange dies nicht in der gewohnten Weise möglich ist, versucht das Resi, diesen Raum durch unterschiedliche alternative Formen herzustellen: ob per Videotagebuch, als Podcast, als Stream oder Zoom-Aufführung. Auch wenn sich der Vorhang noch nicht heben kann – Resi sendet eben.

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Gabelspiel

© Anja Schauberger Elegante Dinner-Menüs in die eigene Wohnung bestellen

Dass man sich Frühstück oder Brunch ganz gemütlich an die Haustür liefern lassen kann, haben wir ja schon vorgestellt. Aber was, wenn es abends mal etwas Anderes als Sushi oder Pizza sein soll? Und überhaupt: Wann habt ihr euch eigentlich das letzte Mal in dieses eine schöne Abendkleid oder dieses besondere Sakko aus dem Second-Hand-Shop aus Budapest geschmissen, ein paar Kerzen angemacht und eine besondere Platte gehört? Vielleicht mangelt es einfach an einem Anlass. Einem stilechten Dinner. Das haben sich mehrere Läden in München wohl auch gedacht und fertige Menüboxen entwickelt. Beim Gabelspiel, Mural oder Kulinariat zum Beispiel könnt ihr unter der Woche bestellen und euer Menü dann Freitag oder Samstag abholen. Die Zubereitung könnte nicht einfacher sein und geht in den meisten Fällen (ein wenig abhängig vom jeweiligen Menü) auch Sonntag, wenn die Box Samstag abgeholt und direkt im Kühlschrank aufbewahrt wurde. Also schmeißt den Ofen an und euch in Schale, it's dinner time!

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© Eisschwimmer.de Beim Eisschwimmen in der Isar oder im Eisbach den Blues vergessen

Ach die Isar. Die können wir im Winter zwar besuchen, aber lange nicht so genießen wie an heißen Sommertagen bei einem Sprung ins kühle Wasser. Oder doch? Tatsächlich gibt es in München eine Handvoll hartgesottener Schwimmer*innen, die auch im Winter in die Isar hüpfen. Das nennt sich dann Eisschwimmen und garantiert einen Adrenalin-Kick vom Feinsten. Traut ihr euch, ist es garantiert ein Erlebnis, das euch den Winterblues vergessen lässt. Aber Obacht, es gibt besonders im Winter ein paar Punkte zu beachten: Geht am Besten nicht alleine. Wichtig ist, dass ihr euch eine Stelle mit schwacher Strömung aussucht. Die findet man zum Beispiel im Isarwerkkanal, der im Süden der Stadt parallel zur Isar verläuft. An der Grünwalder Brücke gibt es sogar einen Zugang mit Treppe. Wärmt euch vor dem Eisschwimmen mit einem kurzen Lauf auf und sorgt dafür, dass ihr euch danach schnell wieder warm einpacken könnt, nehmt also am Besten noch eine Thermoskanne heißen Tee mit. Noch ein Tipp: Wenn ihr bei der Badesession eine Mütze aufbehaltet, verliert ihr weniger Körperwärme! Hier gibt es noch mehr Infos zum Eisschwimmen und bei dieser Gruppe namens "Munich Hot Springs" könnt ihr euch auch einfach mal anschließen!

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Forstenrieder Park Waldbaden

© Amelie Pfeiffer Durchatmen beim Spaziergang im Forstenrieder Park

Im Herbst empfehlen wir den Forstenrieder Park gern als Spot zum Pilzesammeln. Als Teil des grünen Gürtels rund um München schließt der Forstenrieder Park im Süden an die Stadtgrenze an und vor lauter Isar und Englischer Garten, hat man das großzügige Waldgebiet gar nicht so auf dem Schirm. Dabei eignet sich der Nadel- und Mischwald das ganze Jahr für ausgedehnte Spaziergänge – vor allem dann, wenn man nicht so gerne mit Menschenmassen abhängt. Glaubt man dem Wikipedia-Eintrag des Waldes war hier früher der Adel auf der Jagd unterwegs. während hier heute viele seltene Pflanzen. und Tierarten einen Rückzugsort finden. Daher: Obacht geben, Ruhe finden, durchatmen!

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Titelbild: © Unsplash | Tim Hüfner

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